Griesbach Consulting - Strategy, Innovation and Business Model Innovation

Artikel

09
JUN
2016

Strategieentwicklung Teil 2: Ergebnis aus dem Strategieprozess

 

Strategiedokument Beispiel - Griesbach Consulting GmbH

In diesem Beitrag lüften wir das Geheimnis und zeigen beispielhaft ein gekürztes Strategiedokument, das als Ergebnis aus dem Strategieprozess resultieren sollte (Download). Aus Sicht des Endresultats gleichen Strategieprozesse oft einem Blindflug. Daten werden gesammelt, Methoden angewendet, Chancen und Risiken identifiziert. Die Informationsbasis wächst und wächst.

Nicht wenige verlieren sich in den Datenbergen und unzähligen Möglichkeiten einer Strategie.

Die grosse Kunst besteht darin, auf dieser Basis, vom Analysemodus in den Lösungsmodus zu gelangen (mehr dazu im ersten Teil zum Thema Strategieentwicklung). Zudem macht die Struktur der Strategie und des Strategiedokumentes oft zu schaffen. Vielleicht haben Sie sich in diesem Zusammenhang auch schon gefragt, aus welchen Elementen Ihre Strategie am Ende zusammengesetzt sein soll.

Je konkreter und früher wir wissen, wohin wir im Strategieprozess arbeiten, desto besser und zielgerichteter können wir den Strategieprozess führen.

Da nicht alle Menschen tagtäglich mit Strategieprozessen zu tun haben und Strategiedokumente entwickelt haben, stellen wir hier exemplarisch ein anonymes und beispielhaftes Strategiedokument zur Verfügung und geben Ihnen Tipps für die Entwicklung eines solchen Dokumentes:

Download Strategiedokument

10 Tipps für die erfolgreiche Entwicklung von Strategiedokumenten:
  1. Strategiedokumente benötigen eine eindeutige und einfache Struktur (Storyline).
  2. Es empfiehlt sich, die Storyline früh im Prozess zu entwickeln und laufend zu optimieren.
  3. Mindmapping-Programme unterstützen die flexible Entwicklung und Optimierung von Storylines (z.B. die Gratis-Software Freemind).
  4. Die zentralen Ziele des Dokumentes im Strategieprozess sollten Sie nie aus den Augen verlieren:
    1. Den Empfängern den Weg in die Zukunft aufzeigen.
    2. Beweisen, dass der ausgewählte Weg sinnvoller ist als alternative Wege.
    3. Erklären und Hilfestellung bieten, wie dieser Weg beschritten werden kann.
  5. Sinnvolle Visualisierungen helfen, rascher und klarer zu kommunizieren.
  6. PowerPoint ist Word zur Erstellung des visualisierten Ergebnisdokumentes wenn möglich vorzuziehen.
  7. Pro PowerPoint Seite erläutert ein kurzer Satz auf maximal zwei Zeilen, die Kernaussage der entsprechenden Seite.
  8. Für gewisse Empfängergruppen lohnt es sich, zusätzlich eine reduzierte und weiter vereinfachte Version des Dokumentes zu erstellen.
  9. Ein durchschnittliches Strategiedokument sollte im PowerPoint-Format zwischen 30 und 50 Seiten umfassen.
  10. Ein Strategiedokument ist immer eine Momentaufnahme, die wenn möglich jährlich wieder hinterfragt und optimiert werden muss.

 

Die Entwicklung eines Strategiedokumentes hilft, den Weg in die Zukunft aufzuzeigen und Kräfte zu fokussieren sowie Prioritäten zu setzen. Das finale Dokument dient sowohl intern wie auch extern als Wegweiser und Referenz. Es ersetzt aber nie die regelmässige Kommunikation der Strategie durch das Management. Und natürlich beginnt mit der Entwicklung des Strategiedokumentes erst die wichtige und umfangreiche Arbeit der Strategieumsetzung.

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